Dekarbonisierungsmittel
Der Entkarbonisator besteht aus einem Behälter aus Kohlenstoffstahl/Edelstahl, einer Füllkörperschicht (Keramikringe/Pall-Ringe aus Kunststoff), einem Wasserverteiler und einem Radialgebläse. Mit einer Behandlungskapazität von 10–500 m³/h erreicht er eine CO₂-Entfernung von ≥ 95 % und einen CO₂-Gehalt im Ablauf von ≤ 5 mg/l. Er zeichnet sich durch einen geringen Energieverbrauch (Gebläseleistung ≤ 7,5 kW), eine kurze Kontaktzeit (5–10 min) und einen Druckverlust von ≤ 0,02 MPa aus. Das kohlenstoffhaltige Rohwasser wird gleichmäßig auf die Füllkörperschicht verteilt und strömt im Gegenstrom mit der vom Gebläse zugeführten Luft. Gemäß dem Henryschen Gesetz sinkt die CO₂-Löslichkeit, wodurch die Kohlensäure zersetzt wird und CO₂-Gas entweicht. Das gereinigte Wasser sammelt sich am Boden des Behälters. Weit verbreitet bei der Dekarbonisierung von Kesselspeisewasser in Kraftwerken (Reduzierung der Harzbelastung), der Vorbehandlung von RO-Systemen (Vermeidung von Karbonatablagerungen), der Wasserenthärtung für Lebensmittel und Getränke sowie der pH-Wert-Anpassung bei sauren Abwässern aus dem Bergbau; geeignet für industrielle Wasserkreisläufe, die eine Reduzierung der Karbonathärte erfordern.







